#138 Was, wenn deine Lösung das Problem am Leben hält?

Shownotes

Du erklärst noch einmal. Bleibst besonders ruhig. Versuchst, dein Kind zu verstehen. Greifst beim Geschwisterstreit ein, suchst nach Bedürfnissen, probierst eine neue Strategie ... und trotzdem landet ihr immer wieder am selben Punkt.

Vielleicht liegt das nicht daran, dass du noch nicht die richtige Lösung gefunden hast.

In dieser Folge schauen wir auf ein spannendes Phänomen aus der systemischen Arbeit: Manchmal wird genau das, was wir tun, um ein Problem endlich zu lösen, irgendwann Teil dessen, was es aufrechterhält.

Ich zeige dir anhand typischer Situationen rund um Grenzen, Wut und Geschwisterkonflikte, wie solche Schleifen entstehen und warum die Antwort nicht darin liegt, einfach die nächste vermeintlich bessere Methode auszuprobieren.

Es geht um Lösungsdruck, Wechselwirkungen und eine Frage, die deinen Blick auf wiederkehrende Konflikte ziemlich verändern kann.

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00:00:00: Willkommen bei einer neuen Folge vom Sichtwechsel-Podcast der Podcast für Eltern, die nicht nur den nächsten Erziehungstipp suchen sondern verstehen wollen was wirklich zwischen ihnen und ihrem Kind passiert.

00:00:12: Und lernen möchten Verantwortung zu übernehmen ohne hart zu werden!

00:00:16: Ich bin Katharina, systemische Beraterin, Pädagogin, Ausbilderin, Mama von drei Kindern und Gründerin von Sichtwechsel.

00:00:23: Und in dieser Folge möchte ich mit dir gerne darüber sprechen, warum gerade sehr reflektierte Eltern manchmal in einen enormen Lösungsdruck geraten und warum genau das was du immer wieder tust damit ein Problem endlich aufhört vielleicht irgendwann selbst teilen deines Musters und deines Problems werden kann.

00:00:47: Ich sitze hier grade an meinem Fenster so schön draußen.

00:00:52: Wirklich, Leute!

00:00:53: Ich finde der Herbst ist einfach wunderschön auch wenn ich immer wieder traurig bin dass der Sommer geht.

00:00:58: dann machen wir uns nichts vor.

00:01:00: da muss man ja schon einfach viel weniger machen wenn man mit den Kids unterwegs ist.

00:01:06: Viel weniger Einpacken finde ich, die können einfach mal rausgehen.

00:01:09: Man hat so draußen Flächen, die man mit nutzen kann, obwohl man nicht die ganze Zeit drin sitzt.

00:01:15: aber ich liebe einfach Wind!

00:01:18: Ich liebe so ein Wetter was so unbeständig ist wo man denkt das könnte jetzt eigentlich alles passieren.

00:01:23: entweder die Wolkendecke reißt auf und die Sonne scheint gleich und es ist richtig schön warm Oder es fängt hier gleich an zu schütten, wie aus Eimern oder ist gewittert und stürmt.

00:01:34: Man weiß es nicht!

00:01:35: Es kann einfach alles passieren.

00:01:37: Ich finde das so schön und das ist genau der Blick den ich gerade raus habe aus meinem Fenster.

00:01:43: Und ich finde auch hier zeigt sich etwas was ich auch immer wieder in Beratung mit Eltern wenn Eltern mir Dinge erzählen, mitnehme die Gleichzeitigkeit.

00:01:55: Also ich kann gleichzeitig den Sommer total vermissen und mich mega auf den Herbst freuen, und genauso kann ich meine Eltern scharf zum Beispiel total genießen und gleichzeitig einfach teilweise müde und erschöpft sein.

00:02:09: das darf einfach da sein.

00:02:11: Und ja so ein bisschen um Gleichzeitigkeit geht es auch heute Denn ich glaube ganz ganz viele Eltern kennen das Gefühl von Ich möchte bei meinem Kind die Gefühle da sein lassen.

00:02:27: Ich möchte, dass es sich so entfaltet wie es ist und gleichzeitig suche ich eine Lösung dafür das es weggeht.

00:02:33: Also ich möchte dass mein kind wütend ist aber gleichzeitig brauche ich jetzt eine lösung dass diese gut aufhört.

00:02:38: ich möchte Dass mein kind sagt dass es etwas nicht möchte Und gleichzeitig möchte ich aber dass es tut was ich sage Und du merkst schon Es ist so eine Gleichzeitigkeit darin.

00:02:49: ich glaube was ganz viele Eltern Total unter Druck setzt ist vor allem dieses Bedürfnis nach Lösungen.

00:03:00: Ich muss dafür eine Lösung finden, zum Beispiel mein Kind schläft nicht.

00:03:05: ich brauche eine Lösung dafür.

00:03:07: Mein Kind hört nicht!

00:03:08: Ich brauch eine Lösung für.

00:03:11: meine Kinder streiten den ganzen Tag.

00:03:13: Mein kind akzeptiert meine Grenze nicht oder ich werde ständig laut.

00:03:19: Wir suchen ständig nach Lösungen dafür.

00:03:22: Und grundsätzlich ist daran natürlich nichts verkehrt, Probleme zu lösen ist ja auch eine ziemlich nützliche Fähigkeit die ich finde wir unseren Kindern immer noch wieder beibringen dürfen indem wir eben nicht vor schnell Lösungen finden sondern unsere Kinder in Lösungsprozesse mit einbeziehen.

00:03:40: nur gibt es einen Phänomen das wir aus der systemischen Arbeit richtig gut kennen nämlich dass manchmal genau das was und ursprünglich als Lösung gedacht hatten, irgendwann teildessen wird was das Problem aufrecht erhält.

00:03:57: Und dafür möchte ich dich mal gerne mitnehmen in eine Beratungssituation die vor einiger Zeit mit einer Mutter hatte, die genau damit zu kämpfen hat.

00:04:05: Jeder Fall den ich hier schildere, den ändere natürlich ab dass sich niemand wiedererkennt, dass niemand sagt Moment man es ist doch meine Nachbarin oder die Person nachher denkt, das war doch etwas was ich in Beratung erzählt habe.

00:04:19: Das möchte ich so nicht und deswegen ändere ich das ab.

00:04:23: Die Mutter hat diese Situation ungefähr so beschrieben also ihre Tochter hat ihrer Grenze nicht akzeptiert.

00:04:30: Sie hat immer wieder weiter diskutiert und sie selber hat wirklich versucht ruhig zu bleiben.

00:04:37: Sie hat ihre Entscheidung erklärt, es auf Augenhöhe gegangen ist auf sie eingegangen hatte er versucht herauszufinden was sie braucht alternativen geboten usw.. Aber egal, was sie gemacht hat.

00:04:50: Es wurde oftmals viel schlimmer.

00:04:53: also ihr Kind hat irgendwann gar nicht mehr zugehört ist nur noch irgendwie gegen sie gegangen.

00:04:59: der Wiederwille wurde immer stärker und sehr schnell wurde sichtbar.

00:05:04: Die Mama war unglaublich bemüht.

00:05:07: Sie wusste auch schon richtig, richtig viel!

00:05:09: Sie hat sich ganz viel belesen, sie hat ganz viel verstanden, sie wusste welche Bedürfnisse dorthin stehen könnten... Sie hat wahnsinnig viel gemacht, ganz viel Beobachtet, reflektiert, Formulierungen verändert, Strategien ausprobieren und vor allem ständig überlegt was muss ich jetzt tun damit diese Situation sich verändert und auflöst?

00:05:31: Und genau da wurde es interessant.

00:05:35: Denn irgendwann war die Frage nicht mehr, warum akzeptiert das Kind die Grenze nicht sondern was bewirkt eigentlich der permanente Versuch der Mutter diese Situation lösen zu wollen?

00:05:52: Und vielleicht kennst du das selber!

00:05:55: Irgendetwas funktioniert nicht mit deinem Kind.

00:05:57: also strengst Du Dich nochmal mehr an, Du erklärst Merkst du, kommt gar eine Wirkung.

00:06:02: Du erklärst noch mal besser.

00:06:04: Müsst empathischer?

00:06:06: Müsste vielleicht auch klarer, ruhiger... Aber die Situation will sich einfach nicht auflösen!

00:06:13: Also liest du nochmal was?

00:06:15: Probierst ne neue Strategie?

00:06:17: Funktioniert auch nicht.

00:06:19: Vielleicht berätst du dich mit ChatchiPity der sagt hey mach doch mal das oder dass.

00:06:23: aber auch das wirkt mich und irgendwann entsteht da ein enormer Druck.

00:06:27: Aber irgendwas muss doch funktionieren.

00:06:31: Und gerade in Situationen, wo wir sagen da gibt es kein okay dann lassen wir das jetzt einfach mal.

00:06:37: Dann wird es natürlich schwierig für Eltern und dieser Druck von irgendwas muss doch funktionieren verändert ganz oft dein Verhalten.

00:06:49: Du wirst In der Situation Beobachte dich mal vielleicht aufmerksamer Vielleicht beobachtest du die Reaktion deines Kindes und versuchst schon schneller einzugreifen.

00:07:03: Du möchtest die Situation vielleicht auch unbedingt in eine bestimmte Richtung lenken.

00:07:08: Und vielleicht hast du schon so ne innere Anspannung, wenn ihr in diese Situation kommt und dein Kind reagiert wieder um darauf?

00:07:17: Das meine ich mit Wechselwirkungen!

00:07:19: Ich habe dir mal Beispiele mitgebracht wo das so passieren kann.

00:07:25: Bei ganz vielen Eltern die Bindungsorientät erziehen ist es nämlich das Erklären und erklären is ein mega tolles Werkzeug.

00:07:33: Kinder verdienen Erklärungen.

00:07:35: Ich finde es so wichtig, dass Kinder verstehen warum etwas ist wie's is, warum wir vielleicht auch Dinge entscheiden.

00:07:42: und Erklärung haben ja so viele positive Effekte auf den Sprachschatz, auf das Verständnis, auf die Autonomie.

00:07:53: aber stell dir mal vor dein Kind sagt bei jeder Grenze Warum?

00:07:58: Und du erklärst!

00:08:01: Argumentiert dagegen und du erklärst es genauer.

00:08:04: Und dein Kind findet ein Gegenargument, und du bist noch mal ausführlicher.

00:08:08: Was passiert da möglicherweise?

00:08:11: Nicht bewusst und auch gar nicht extra Wie wir das oftmals Kindern ja auch unterstellen aber eben auf so einer Interaktionsebene.

00:08:22: Vielleicht wird hier gerade eine Dynamik eröffnet von Du setzt eine Grenze, dein Kind diskutiert und es hat das Gefühl von okay.

00:08:35: Wenn du immer oder Papa eine Grenzen setzt dann öffnet es im Grunde so Verhandlungen.

00:08:41: Also diskutiert deinen kind weil er denkt Das passiert halt so und diese Dynamik ist ja immer wieder so Und du denkst aber mein Kind akzeptiert meine grenze einfach nicht und du erklärst noch besser.

00:08:57: Das könnte wiederum diese Erwartung verstärken.

00:09:00: Wenn ich weiter argumentiere, bleiben wir im Gespräch!

00:09:04: Die Lösung das erklären wird also Teil dieser Dynamik.

00:09:13: Erklär dein Kind nichts mehr.

00:09:14: Da werden wir ja eben wieder bei linearen Lösungen, ne?

00:09:17: Wenn dein Kind immer wieder diskutiert dann erklärst du halt einfach nichts mehr.

00:09:20: also mach dein Kind a, machst du b damit c entsteht.

00:09:23: Das ist nicht die Lösung.

00:09:25: Die Frage die wir uns vielmehr stellen dürfen lautet Wann ist erklären hilfreich und wann dient es mir längst dazu eine Reaktion meines Kindes verändern zu wollen?

00:09:38: Nehmen wir mal das Beispiel mit Wut.

00:09:42: Dein Kind is wütend Und du möchtest es begleiten, weil du denkst ey ich muss mein Kind ja korrigulieren.

00:09:48: Also gehst du hin und sagst ich sehe du bist gerade richtig wütend!

00:09:52: Und dein Kind schreit.

00:09:54: Du sagst du darfst richtig wüten sein und dein Kind treibt noch lauter.

00:09:59: Du gehst hin und willst ihm zeigen dass du da bist das Nähe da ist.

00:10:05: Dein Kind schlägt nach dir und schreitet Und du setzt dich also hin und atmest demonstrativ um deinem Kind zu zeigen, hey wir können uns regulieren.

00:10:17: Aber deinen Kind flippt daraufhin komplett auf.

00:10:19: Und irgendwann denkst Du das funktioniert halt alles nicht!

00:10:23: Und diese ganzen Tipps von hier mach mal dies und dass und hier ist es funktioniert bei meinem Kind nicht.

00:10:29: aber vielleicht liegt genau da der Denkfehler Denn möglicherweise war dein Ziel unbemerkt die Begleitung deines Kindes.

00:10:37: Die Co-Regulation deines kindes soll dazu führen dass dein Kind sich jetzt beruhigt und dein Kind spürt diesen Auftrag, deinen inneren Auftrag oft erstaunlich gut.

00:10:50: Was wäre denn wenn deine Kurregulation einfach nur bedeutet?

00:10:56: Ich bin da!

00:10:57: Und ich muss diesem Zustand gerade gar nicht wegmachen.

00:11:02: Was würde das mit dieser Dynamik machen?

00:11:07: Ich hab dir noch ein Beispiel mitgebracht, weil das nämlich etwas ist wo sich ganz viele Eltern mehrer Kinder an mich wenden.

00:11:14: Geschwisterstreit und du weißt vielleicht noch dass ich früher auch ein großes Ding mit Geschwisterscheid hatte als unser großer neun war und der mittlere drei.

00:11:25: Das Baby war auf dem Weg Und da hat es sich auch immer wieder hoch geschaukelt Und ich wollte immer beide fair behandeln.

00:11:34: Bin also dazwischen gegangen, hör mir beide angehört, habe versucht herauszufinden wer angefangen hat, hab vermittelt zwischen den beiden Kompromisse gefunden und das hat auch kurzfristig geholfen.

00:11:47: der Streit hat kurz aufgehört Ich konnte kurz durchatmen aber dann ging es oftmals wieder von vorne los und meine Kinder haben gemerkt Sobald ein Konflikt entsteht, müssen sie sich an mich wenden.

00:12:06: Beziehungsweise... Sie sind gar nicht auf den Gedanken gekommen, diesen Streit alleine zu lösen!

00:12:12: Weil klar war Mama muss kommen.

00:12:15: Mama muss entscheiden, Mama muss regulieren, Zeugerechtigkeit herstellen und irgendwann hatte ich das Gefühl die können den Streit überhaupt nicht ohne mich lösen was dann dazu geführt hat dass ich mich noch mehr eingebracht habe.

00:12:31: Und du siehst auch da dass ich durch mein Verhalten diese Dynamik aufrecht erhalten habe.

00:12:39: Auch hier wieder, es geht nicht um Schuld – Ich war nicht schuld!

00:12:43: Auch meine Kinder waren nicht schul.

00:12:45: Es geht auch nicht um die Pauschale ein Aussage Eltern sollten sich niemals einmischen.

00:12:49: Da wären wir wieder bei linearen Lösungen Sondern es geht um die Neugier was bewirkt unsere Lösung wirklich langfristig?

00:13:00: Und jetzt kommen wir an einen wichtigen Punkt Wenn eine Lösung nicht funktioniert Machen Menschen häufig nicht weniger davon.

00:13:08: Sie machen mehr!

00:13:09: Das ist total logisch, wenn du eine Tür nicht aufbekommst ja?

00:13:13: Du gehst los, du willst ne Tür aufbekommen und du drückst und sie geht nicht auf.

00:13:18: Dann drückste also stärker und du merkst hey irgendwie da will ich Und du drückt noch stärker.

00:13:24: vielleicht kommt jemand vorbei und du sagst ey drücken wir mit Ich krieg diese scheiß Tür nicht Auf und irgendwann Kommt jemand und sagt Die Tür geht nach innen auf.

00:13:36: Du musst einfach nur

00:13:37: ziehen.".

00:13:38: Und das ist systemische Beratung manchmal im Satz, also nicht dieses du hast nicht gut genug gedrückt sondern was wenn die Richtung gerade das Problem ist?

00:13:49: Was wenn du mit deinem Drücken die Dynamik aufrecht erhältst?

00:13:54: und ich glaube dass gerade reflektierte Eltern enorm anfällig für Lösungsdruck sind weil sie so viel Verantwortung übernehmen wollen Weil sie es gut machen wollen, weil sie es viel besser machen wollen.

00:14:07: Anders machen wollen als frühere Generationen.

00:14:10: Sie möchten die Beziehung zu ihren Kindern wirklich gut und liebevoll gestalten.

00:14:15: Sie möchten Verletzungen vermeiden Und genau daraus kann so ein hoher Anspruch entstehen.

00:14:21: für jede schwierige Situation muss eine gute bindungsorientierte Liebe volle und trotzdem führende reflektierende oder reflektierte Lösung da sein.

00:14:35: Und auch da manchmal gibt es keine Lösung, bei der sich alle gut fühlen.

00:14:39: Manchmal bleibt dein Kind enttäuscht, manchmal gibt das ein Konflikt, manchmal bleibt dein Bedürfnis auf der Strecke, manchmal kannst du deinen Kind verstehen und trotzdem keine Antwort finden die es zufrieden stellt.

00:14:51: Manchmal ist die reifste Entscheidung nicht wie löse ich das sondern kann ich aushalten dass es gerade ungelöst bleibt.

00:15:03: Und ich gebe dir mal eine Frage mit, die ich liebe.

00:15:07: Wenn du eine Situation hast, die sich ständig wiederholt dann frag dich mal was tue ich immer wieder damit dieses Problem endlich aufhört?

00:15:19: und dann frage dich mal Was bewirkt genau das möglicherweise?

00:15:26: Also nicht was mache ich falsch sondern wirklich neugierig hinzuschauen.

00:15:32: Vielleicht erinnerst du deinen Kind ständig an irgendetwas, vielleicht erklärst Du immer wieder.

00:15:37: Vielleicht ziehst Du Dich zurück in manchen Situationen oder wirst laut, vielleicht gibst Du nach- und kontrollierst, vielleicht versuchst Du zu beruhigen, zu vermitteln, vielleicht fragst Du dann immer wieder was ist denn los?

00:15:51: Schau mal hin!

00:15:52: Was es ist und was das genau möglicherweise bewirkt.

00:16:02: Und da findest du häufig das Muster dahinter.

00:16:08: Was du jetzt aber nicht machen solltest, daraus die nächste Methode zu machen.

00:16:13: Das möchte ich nämlich unbedingt vermeiden dass du jetzt denkst ach ok na dann ist das ja ganz klar.

00:16:19: Dann darf ich also nicht mehr erklären oder dann vermittel ich jetzt einfach nicht mehr zwischen den Kindern Oder dann ziehe ich mich nicht zurück.

00:16:27: Es geht nicht darum einzelne Verhaltensweisen als falsch richtig zu erklären.

00:16:32: es geht um die Funktion dahinter.

00:16:34: Wozu tue ich das gerade?

00:16:36: Erklär' ich, weil mein Kind Information braucht oder erkläre ich das zum fünften Mal, weil ich möchte, dass mein Kind zustimmt.

00:16:43: Tröste ich mein Kind, weil es Nähe sucht oder weil ich seine Traurigkeit gerade nicht aushalte?

00:16:50: Vermittle ich, Weil mein Kind Unterstützung braucht oder weil Ich den Streit gerade nicht erstrage?

00:16:57: Das äußerlich gleiche Verhalten kann also eine völlig andere Funktion haben Und genau deshalb funktionieren allgemeine Tipps eben so begrenzt.

00:17:08: Also wenn du nochmal auf dein Problem guckst, was du vielleicht gerade hast und bei dem du denkst ich habe ja wirklich schon alles versucht schreib dir doch mal auf!

00:17:15: Was hast Du denn schon versucht?

00:17:17: Also nicht nur einmal sondern was machst du immer wieder?

00:17:20: Vielleicht auch in verschiedenen Gewändern und dann frag dich was könnte dadurch unbeabsichtigt aufrechterhalten werden?

00:17:31: Vielleicht findest du nichts, auch das ist okay.

00:17:33: Das ist ja keine Quizfrage mit einer richtigen Antwort.

00:17:36: aber vielleicht hast du einen neuen Blick auf die Situation und wenn du ein Muster erkennst entsteht meistens sofort die nächste Frage Cool super habe ich erkannt.

00:17:47: Aber was mache ich jetzt stattdessen?

00:17:50: Und genau darüber müssen wir sprechen denn echte Veränderung bedeutet nicht eine alte Strategie einfach durch eine nächste bessere Strategie auszutauschen sondern es geht um etwas viel tieferes Darum ein Muster früh genug zu erkennen, um überhaupt wieder wählen zu können.

00:18:05: Und genau das gucken wir uns in der nächsten, in der letzten Folge dieser Podcast-Serie, warum wir immer wieder am selben Punkt in Konflikten landen an und da geht es nämlich darum wie Veränderung wirklich entsteht.

00:18:21: Ich freue mich wenn dir die Podcast-Folge gefallen hat.

00:18:24: hinterlasst super gerne oben Bei den Sternen, fünf Sterne – das dauert wirklich nur ganz kurz.

00:18:30: Aber es zeigt mir, dass dir die Folge gefallen hat!

00:18:33: Es erhöht meine Reichweite.

00:18:35: Es zeigt anderen Menschen, dass du dich auf den Weg machst und keinen Bock mehr auf Erziehungstipp Nummer two-tausend-fünfhundert-ein-neunzig hast sondern wirklich tiefer hingucken möchtest.

00:18:47: Und dann freue ich mich wenn wir uns nächste Woche wieder hören.

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